PULP SERIES
2024–2026 laufend | Malerei
pulp – zwischen nostalgischem Zellstoff und fiktiven Welten
Meine Serie PULP ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit Vintage-Groschenromanen. Sie versteht sich als nostalgischer Zellstoff, Nährboden und Inspiration für Geschichten über Liebe, Politik, Abenteuer und Verrat. Ich nutze die Bildsprache dieser Pulp-Hefte für Erzählungen, die sich frei zwischen Monstern und Märchen, Historie und Mythos bewegen – oder manchmal auch einfach eine naive Alltagsszene entstehen lassen.
In meinen Kompositionen treffen Dinosaurier, Bestien und fiktive Figuren auf freie Farbfelder. Die Farbflächen bilden dabei keinen klassischen Hintergrund, sondern sind eigenständige Form- und Farbkonstrukte, die gleichberechtigt und unmittelbar mit den figurativen Elementen im selben Raum existieren. Die Inszenierung der Charaktere steht im Bild,ohne ihre Verbindung direkt zuzuordnen oder preiszugeben – sie erzwingen nicht, als Ganzes in Beziehung zu stehen. Es entstehen Konstellationen, die miteinander verbunden werden können und zugleich eigenständig Ausdruck verleihen.
Das Material der Groschenromane wird in eine zeitgenössische Bildsprache übersetzt. In Anbetracht von Gesellschaft und Kunst verstehe ich dies als einen Rettungsversuch – den Versuch, das Verlorengegangene zu bewahren, neu zu kontextualisieren und Kompositionen zu schaffen, die der menschlichen Präsenz und dem Chaos Raum geben. Innerhalb dieses Chaos gibt es ein System, das sich im Laufe der Zeit organisch entwickelt und eine eigene Dynamik besitzt, die sich in meinen Bildern widerspiegelt. Ich weiß nicht, ob das Sinn ergibt, aber für mich tut es das.
2024–2026 ongoing | painting
pulp – between nostalgic pulp and fictional worlds
My PULP series explores vintage dime-store novels, using the paper material of nostalgic pulp as a base and inspiration for stories of love, politics, adventure, and betrayal. I use the visual imagery of pulp stories for narratives that swing back and forth between monsters and fairy tales, history and myth—or sometimes simply unfold into a naive everyday scene.
In my compositions, dinosaurs, beasts, and fictional characters meet open color fields. These areas of color do not form a traditional background, but function as an independent form and color construct that exists immediately alongside the figurative elements in the exact same space. The staging of the characters stands within the picture without immediately assigning or revealing their connection—they do not force a relational whole. Constellations emerge that can be linked together while simultaneously expressing an independent presence.
The material of the pulp magazines is translated into a contemporary visual language. In relation to society and art, I view this as a rescue mission—an attempt to preserve what has been lost, to recontextualize, and construct compositions to give space to human presence and chaos. Within this chaos there is a system which organically develops over time and has its own dynamics reflecting into my paintings. I don't know if that makes sense, but for me it does.